Grundlagen der Homöopathie

Die Lebenskraft ist die dem Organismus übergeordnete Kraft, sie steuert alle Lebensfunktionen und hält den Organismus im Gleichgewicht; es herrscht Harmonie im Körper. Wird diese Harmonie gestört, wird der Organismus krank.
Der Ursprung der Krankheit ist in der gestörten Lebenskraft zu suchen. Ist die innere Harmonie gestört, wird der Organismus anfällig auf Krankheiten und macht sich mit äusseren Krankheitszeichen bemerkbar. Dies können zu Anfang lediglich Hautausschläge, Durchfall oder Schnupfen sein.
Die individuelle Betrachtung des Patienten ist die wichtigste Grundlagenarbeit des Homöopathen. Jeder Organismus (Mensch, Tier und Pflanzen) ist einzigartig und reagiert ganz individuell auf Reize und zeigt seine Krankheit mit seinen eigenen Symptomen.
Homöopathie und Allopathie (Schulmedizin) haben ein völlig verschiedenes Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Die Homöopathie betrachtet den lebenden Organismus als Ganzheit. Ein Krankheitssymptom, beispielsweise ein Hautausschlag, ist lediglich ein äusseres Zeichen der gesamten Krankheit (Körper und Seele). Die Krankheit kommt von innen, d.h., die Lebenskraft ist verstimmt oder geschwächt. Das homöopathische Medikament wird auch auf der psychischen Ebene abgestimmt.
Die Arzneimittel werden hergestellt aus:
Durch die Potenzierung können auch giftige Substanzen ohne Gefahr von Vergiftungserscheinungen oder Nebenwirkungen verwendet werden (Arsen, Quecksilber). Dabei stellt sich heraus, dass je höher die Potenz umso schneller und länger wirkt das Arzneimittel.
Die Heilung verläuft nach drei bestimmten Regeln, den sogenannten "Heringschen Regeln":
Echte Heilung bedeutet nicht die Krankheitssymptome zum Verschwinden zu bringen, denn oftmals kommen genau diese immer wieder zurück (Blasenentzündung, Hautausschlag, chronische Bindehautentzündung). Wenn ein schulmedizinisches Medikament ein Symptom zum Verschwinden gebracht hat, ist die eigentliche Krankheit nicht geheilt, nämlich die Anfälligkeit, bzw. die Schwäche der Lebenskraft.